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Strategie & Marketing, UX & Design

Kriterien für ein gutes Logo

Was zeichnet ein gutes Logo aus und wie entsteht es?

Ein gutes Logo entsteht durch einen kreativen Prozess, welcher Markenidentität, Zielgruppe(n) und Werte der Firma oder des Unternehmens berücksichtigt. Es beginnt mit Recherche und Forschung, Ideenfindung und Skizzierung. Anschließend werden verschiedene Konzepte entwickelt und verfeinert. Farben, Formen, Typografie und Symbole werden sorgfältig ausgewählt, um die gewünschte Botschaft zu übermitteln.

Das Logo wird in mehreren Kontexten getestet und angepasst, um sicherzustellen, dass es in verschiedenen Anwendungen effektiv funktioniert. Ein gutes Logo ist ein wesentlicher Bestandteil der visuellen Identität einer Marke oder eines Unternehmens. Es sollte einprägsam, ansprechend und repräsentativ sein.

Am Anfang des Entwicklungsprozesses für ein Firmen- oder Unternehmenslogo muss daher eine Auseinandersetzung mit den Markenwerten stehen.

Aspekte, die den Entwurfsprozess leiten

Tonalität

Die Tonalität bezieht sich auf den Ton oder die Stimmung des Logos. Sie beeinflusst, wie eine Botschaft vom Publikum wahrgenommen wird. Die Tonalität kann von formell bis informell variieren. Sie kann emotionale Nuancen wie Freude, Ernsthaftigkeit, Begeisterung oder Mitgefühl übermitteln, oder sachlich und direkt bis hin zu verspielt und kreativ sein.

Die Tonalität sollte an die Erwartungen und Vorlieben der Zielgruppe angepasst sein, um eine effektive Kommunikation sicherzustellen. Sie sollte sensibel auf kulturelle Unterschiede reagieren, um Missverständnisse oder unangemessene Botschaften zu vermeiden. Zudem muss die Tonalität des Logos zum Rest der Unternehmenstonalität passen, sodass ein einheitlicher, vertrauenserweckender Eindruck vermittelt wird.

Farbauswahl

Farben spielen in der visuellen Kommunikation eine bedeutende Rolle und haben eine starke psychologische Wirkung auf uns Menschen, wobei diese stehts auch subjektiv ist. Farben können Emotionen hervorrufen, Stimmungen erzeugen und Botschaften verstärken.

  • Rot: Leidenschaft, Energie, Aufmerksamkeit, Liebe, Kraft, Dynamik
  • Blau: Vertrauen, Stabilität, Ruhe, Verlässlichkeit, Seriosität, Frieden
  • Grün: Natürlichkeit, Gesundheit, Wachstum, Frische, Ausgeglichenheit
  • Gelb: Freude, Optimismus, Kreativität, Energie, Aufmerksamkeit
  • Orange: Begeisterung, Energie, Freundlichkeit, Vitalität, Jugendlichkeit
  • Lila: Luxus, Kreativität, Spiritualität, Einzigartigkeit, Geheimnis
  • Rosa: Zärtlichkeit, Weiblichkeit, Mitgefühl, Romantik, Jugendlichkeit
  • Schwarz: Eleganz, Stärke, Ernsthaftigkeit, Modernität, Autorität
  • Weiß: Reinheit, Einfachheit, Klarheit, Neutralität, Freiheit
  • Braun: Verlässlichkeit, Erdverbundenheit, Natürlichkeit, Wärme
  • Grau: Neutralität, Zurückhaltung, Stabilität, Professionalität
  • Gold: Prestige, Wohlstand, Luxus, Qualität, Erfolg

Schriftwahl

Schriftarten spielen eine wichtige Rolle in der visuellen Gestaltung und Kommunikation. Sie tragen zur Lesbarkeit, Stimmung und Markenidentität bei.

  • Serifen-Schriftarten: Diese Schriftarten wirken oft klassisch, traditionell und elegant. Beispiele sind Times New Roman, Georgia.
  • Serifenlose Schriftarten (Sans-Serif): Diese Schriftarten eignen sich gut für digitale Medien. Beispiele sind Helvetica, Arial, Roboto.
  • Kursive Schriftarten: Diese Schriftarten vermitteln oft einen informellen, handschriftlichen oder kreativen Eindruck. Beispiele sind Comic Sans, Brush Script.
  • Monospace-Schriftarten: Hier haben alle Buchstaben die gleiche Breite, was sie ideal für Programmierung oder Tabellen macht. Beispiele sind Courier New, Consolas.
  • Dekorative Schriftarten: Diese Schriftarten eignen sich für auffällige Überschriften oder kreative Projekte. Beispiele sind Lobster, Bauhaus.
  • Schreibmaschinenschriftarten: Diese Schriftarten können einen retro- oder authentischen Eindruck vermitteln. Beispiele sind American Typewriter, Courier.
  • Serifenbetonte Schriftarten: Diese Schriftarten kombinieren serifenlose und serifenhaltige Elemente, was zu einer interessanten visuellen Balance führt. Beispiele sind Rockwell, Baskerville.
  • Gebrochene Schriftarten: Diese Schriftarten eignen sich gut für künstlerische oder kreative Projekte. Beispiele sind Gotham, Bira oder Futura Black.
  • Verspielte Schriftarten: Diese Schriftarten vermitteln einen freundlichen oder spielerischen Eindruck. Beispiele sind Bangers, KG Happy oder Jokerman.

Formsprache

Die Formsprache bezieht sich auf die Art und Weise, wie visuelle Elemente wie Formen, Linien und Proportionen in einem Logodesign verwendet werden, um eine bestimmte Botschaft, Stimmung oder Ästhetik zu vermitteln.

  • Organisch: Verwendet natürliche, geschwungene Formen, die an die Natur erinnern. Diese Formsprache kann eine beruhigende und einladende Atmosphäre schaffen.
  • Geometrisch: Betont klare Linien, Winkel und symmetrische Formen. Diese Formsprache wirkt oft modern, strukturiert und ordentlich.
  • Minimalistisch: Reduziert auf das Wesentliche, mit Fokus auf Einfachheit und Funktionalität. Klare Linien und einfache Formen stehen im Vordergrund.
  • Abstrakt: Nutzt Formen, die nicht unbedingt realistisch sind, um emotionale oder metaphorische Bedeutungen zu übermitteln. Diese Formsprache kann kreativ und rätselhaft wirken.
  • Retro/Vintage: Greift auf Designs und Ästhetik vergangener Zeiten zurück, um Nostalgie oder einen nostalgischen Charme zu vermitteln.
  • Futuristisch: Verwendet innovative Formen und Materialien, um eine moderne, fortschrittliche Atmosphäre zu schaffen.
  • Asymmetrisch: Betont ungleichmäßige Anordnungen und unkonventionelle Formen, um eine dynamische und interessante visuelle Wirkung zu erzielen.
  • Expressiv: Nutzt übertriebene Formen und Linien, um starke Emotionen oder Bewegung darzustellen.
  • Kubistisch: Teilt Formen in geometrische Fragmente auf, um mehrere Perspektiven darzustellen und eine abstrakte Wirkung zu erzeugen.

Kriterien für ein gutes Logo

  1. Einfachheit & Verständlichkeit: Ein gutes Logo sollte einfach und klar sein, damit es leicht zu erkennen, zu verstehen und zu merken ist. Komplexe Designs können verwirrend wirken und die Wiedererkennung erschweren.
  2. Einzigartigkeit: Das Logo sollte sich von anderen Logos abheben und eine einzigartige Identität für die Marke schaffen. Es sollte keine Verwechslungsgefahr mit anderen Marken geben.
  3. Anpassbarkeit: Das Logo sollte in verschiedenen Größen und auf verschiedenen Medien gut funktionieren, sei es auf einer Webseite, auf gedruckten Materialien oder auf sozialen Medien. Es sollte auch in Schwarz-Weiß oder in Graustufen gut erkennbar sein.
  4. Relevanz: Das Logo sollte die Essenz und die Werte der Marke oder des Unternehmens repräsentieren. Es sollte auf den ersten Blick eine Vorstellung davon vermitteln, worum es bei der Marke geht.
  5. Zeitlosigkeit: Ein gutes Logo sollte nicht zu sehr an aktuelle Trends gebunden sein, sondern auch in vielen Jahren noch relevant wirken.
  6. Farbgebung: Die Farben des Logos sollten zur Markenpersönlichkeit passen und Emotionen oder Assoziationen wecken, die zur Marke passen. Farben können starke psychologische Wirkungen haben.
  7. Klarheit: Ein gutes Logo sollte klare Linien und Formen haben, die nicht verschwimmen oder undeutlich wirken.
  8. Unkomplizierte Typografie (falls vorhanden): Wenn das Logo Text enthält, sollte die verwendete Schriftart leicht und gut lesbar sein.
  9. Flexibilität: Ein gutes Logo sollte flexibel genug sein, um verschiedene Versionen für verschiedene Zwecke erstellen zu können, z.B. ein abgekürztes Logo oder eine Symbolversion.
  10. Verzicht auf Klischees: Vermeide zu offensichtliche oder übermäßig allgemeine Symbole oder Gestaltungselemente, um Klischees vorzubeugen.

Fazit

Ein gutes Logo ist ein entscheidender Faktor für den Aufbau einer starken Markenidentität und sollte sorgfältig entwickelt werden, um die gewünschten Botschaften und Werte zu vermitteln. Es ist oft ratsam, professionelle Designer:innen oder Designagenturen zu beauftragen, um ein Logo zu erstellen, das diese Kriterien erfüllt und die Marke erfolgreich repräsentiert.

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